Aufsatzform Essay Format

Vorgehensweise

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Die Einleitung

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    Fessle deine Leserschaft von Beginn an. Der allererste Satz muss bereits die Aufmerksamkeit des Lesers wecken. Beginne mit einer Anekdote, einem Zitat oder einer allgemeinen Aussage zu deinem Thema. Du musst es schaffen, dass der Leser deinen Aufsatz gern weiter liest (und nicht nur, weil er/ sie es muss). Verwirre den Leser aber nicht. Der erste Satz muss verständlich sein und zugleich neugierig auf den folgenden Aufsatz machen.
    • Wofür du dich auch entscheidest, kündige bitte nicht an, was du im Folgenden zu tun gedenkst. Sätze wie: „In diesem Aufsatz werde ich …“ oder „Der Duden definiert …“ streichst du am besten aus deinem Repertoire der Einführungssätze. So etwas mag niemand lesen und wirkt mehr als einschläfernd.
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    Formuliere deine These. Nachdem du den Leser neugierig gemacht hast, ist es an der Zeit, ihm/ ihr zu erklären, was du vorhast und was ihn/ sie im weiteren Verlauf erwartet. Die These sollte ein, maximal zwei Sätze umfassen. Darin musst du deinen Kern zusammenfassen und kurz erläutern, was den Hauptteil des Aufsatzes ausmachen wird.
    • Angenommen, du schreibst einen Aufsatz über die Wichtigkeit von Sicherheitsgurten. In der Einleitung führst du vielleicht einige Statistiken über Autounfälle, Flugzeugabstürze und Überlebensraten an. Du kannst auch Emotionen berühren, indem du von einer Begebenheit berichtest, in der jemand einen derartigen Unfall überlebt hat, weil er/ sie einen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Deine These würde dann daraus bestehen, dass du kurz und knapp deine Einstellung zu Sicherheitsgurten darlegst und die einzelnen Gründe dafür mit Belegen im Hauptteil diskutiert würden.
    • Formuliere deine These kurz,knapp und prägnant. Wenn es heißt: "in ein, bis zwei Sätzen", dann mach daraus keine ellenlangen Sätze, sondern solche, die der Leser versteht.
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    Überleitung zum Hauptteil. Der letzte Satz deiner Einleitung (des ersten Absatzes) muss eine Überleitung zum Hauptteil enthalten. Das gelingt am leichtesten, indem du selbstbewusst eine Behauptung aufstellst, nachdem du kurz die Gründe, die z.B. für das Anlegen eines Sicherheitsgurtes sprechen, zusammengefasst hast. In unserem Beispiel könntest du dann schreiben: „Sicherheitsgurte sollten in allen Fahrzeugen eingebaut werden und es muss gesetzlich vorgeschrieben werden, dass diese stets von allen Insassen angelegt werden. Diese Pflicht muss unverzüglich eingeführt werden.“
    • Es ist wesentlich ausdrucksstärker, wenn du im Aktiv schreibst. Gerade wenn du nur wenig Zeit hast, ist es leichter, wenn du deinen Aufsatz im Aktiv schreibst. Achte auf alle Fälle darauf, nicht irgendwann ins Passiv zu rutschen, sondern bleibe bei der gewählten Zeitform.

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Der Hauptteil

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    Beginne mit deinem stärksten Argument. Der erste Absatz des Hauptteils (der zweite deines Aufsatzes) sollte dein Hauptargument enthalten. Rede nicht lange um den heißen Brei herum, sondern formuliere es klar und deutlich im ersten, spätestens im zweiten Satz. Wenn es einen natürlichen Einsteiger für dein Argument gibt, nutze ihn. Im Folgenden sind die Dinge aufgelistet, die in jedem Absatz deines Hauptteils enthalten sein sollten:
    • Einführungssatz. Darin enthalten muss das Thema des Absatzes sein und wie es sich in deine These einfügt.
    • Konkrete Beispiele. Das sollten tatsächliche Fakten oder Beweise sein, die du aus der Literatur anführst, etwa als Zitate. Diese Fakten müssen zu deiner These passen. In jedem Absatz sollten etwa zwei bis drei konkrete Beispiele enthalten sein.
    • Kommentar. Dein Kommentar soll die angeführten Beispiele erklären und nicht zusammenfassen. Erörtere, warum dieser Fakt/ dieses Beispiel dein Argument und die Hauptthese untermauert. Was wird dadurch bewiesen? Normalerweise folgen auf jedes angeführte Beispiel zwei bis drei Sätze, die das Beispiel erläutern.
    • Schlusssatz. Im Schlusssatz greifst du deine These auf und erläuterst, wie das angeführte Argument deine These untermauert. Damit rundest du diesen Absatz ab, aber nicht den ganzen Aufsatz.
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    Das schwächste Argument gehört in den mittleren Absatz. Du umgibst es gewissermaßen mit zwei starken Argumenten.
    • Und auch hier gilt wieder: Im ersten Satz des zweiten Absatzes des Hauptteils führst du das Thema dieses Absatzes an und wie es mit der These im Einführungsabsatz verbunden ist. Der letzte Satz rundet den Absatz und dein Argument ab und sollte natürlicherweise auf den dritten Absatz des Hauptteils hinleiten.
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    Im dritten Absatz des Hauptteils nimmst du wieder an Fahrt auf. Die Regeln sind exakt dieselben wie für die vorangegangenen Absätze. Dieser Absatz sollte dein zweitstärkstes Argument enthalten.
    • Denke daran, die Absätze stets mit deiner Argumentation zu beginnen. Sobald du dein drittes Argument dargelegt hast, schließt du, wenn möglich, deine Argumentation ab. Der Hauptteil deines Aufsatzes ist fertig. Das bringt uns zum…

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Schlussteil und Korrektur

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    Wiederhole deine These und fasse deine drei Argumente zusammen. Erkläre, wie deine Argumente deine Ausgangsthese stützen. Achte darauf, dich nicht übermäßig zu wiederholen. Schreibe mit Überzeugung – was du im Schlussteil schreibst, hinterlässt den letzten Eindruck beim Leser. Daran kann er sich am besten erinnern.
    • Fasse die Argumente so zusammen, dass du keinen Raum für Zweifel lässt, dass deine Argumentation logisch und schlüssig ist und deine Position die richtige.
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    Kontrolliere deine Arbeit. Wenn möglich, solltest du ein wenig Zeit verstreichen lassen, bevor du deinen Aufsatz erneut liest. Deine Augen brauchen eine Pause, bevor sie Fehler und Ungereimtheiten entdecken können. Iss etwas, trink ein Glas Wasser und beschäftige dich eine Weile mit etwas völlig anderem. Dann wende dich wieder deinem Aufsatz zu und achte besonders auf Grammatik, Zeichensetzung und Rechtschreibung.
    • Konzentriere dich zunächst auf die sprachlichen Aspekte. Achte auf Rechtschreibfehler, unnötig lange Sätze, sich wiederholende Satzanfänge und darauf, ob du die Zeitform eingehalten hast und im Aktiv geschrieben hast.
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    Überarbeite nun den Inhalt und Lesefluss. Falls möglich, bitte jemanden sich deinen Aufsatz durchzulesen und dahingehend zu überprüfen, ob du überzeugend argumentiert und keine Fragen offen gelassen hast. Jemand, der sich nicht in das Thema eingearbeitet hat, achtet oft auf ganz andere Dinge und findet viele Sachen, die dir niemals eingefallen wären.
    • Zum Schluss formatierst du deinen Aufsatz noch entsprechend der Vorgaben deines Lehrers oder Dozenten. Achte darauf, dass alle Ränder, Überschriften, Kopf- und Fußzeilen sowie der Schriftsatz und Schriftgrad den Vorgaben entsprechen. Du willst doch nicht durch solche Formfehler Punkte liegenlassen!

Tipps

  • Achte darauf, die einzelnen Absätze durch kluge Überleitungen miteinander zu verbinden. Meist reichen dafür einzelne Wörter aus, manchmal braucht es vielleicht einen ganzen Satz.
  • Nutze einen Thesaurus, um Wortwiederholungen zu vermeiden und Wörter zu finden, die genau das ausdrücken, was du sagen möchtest.
  • Schreibe niemals von jemand anderem ab. Wenn du Gedanken eines anderen nutzt, führe ihn an, ansonsten ist es ein Plagiat. Das ist illegal und wenn du erwischt wirst, fällst du gewiss durch die Prüfung.
  • Vermeide, deinen Schlussteil mit Einleitungen wie „Abschließend …“ oder „Schlussfolgernd …“ zu beginnen.

Was du brauchst

  • Stift
  • Papier oder Computer
  • Quellen
  • Thesaurus

 

Ausführlicher Lebenslauf: Bewerbung in Aufsatzform

Der Name sagt es schon: Tabellarisch geordnet ist die Schilderung des eigenen Werdegangs immer dann, wenn bestimmte Zeitabschnitte im Berufsleben kurz und knapp in Stichworten zusammengefasst werden. Nach der Angabe des Zeitraums folgen die Berufsbezeichnung, die Beschreibung der Tätigkeit und die Information, bei welchem Unternehmen sie ausgeübt wurde. All das findet sich auch in einem ausführlichen Lebenslauf wieder. Jedoch gilt es hier, die Karriere als zusammenhängenden Text in Aufsatzform zu formulieren. Dabei reflektieren Sie nicht nur Ihren Berufsweg, sondern auch Ihre Motivation.

 

Regeln

Wann sollten Sie einen ausführlichen Lebenslauf schreiben? Nur dann, wenn Sie bei der Jobsuche auf Stellenangebote stoßen, die das ausdrücklich verlangen. Das ist eher bei Bewerbungen um Stipendien oder Ausbildungsstellen der Fall, als bei der Bewerbung um einen Job. Fordert ein potenzieller Arbeitgeber in der Stellenbeschreibung ausdrücklich den ausführlichen Lebenslauf, geht es nicht nur um das bloße Auflisten von Beschäftigungsverhältnissen. Dann sind Sie gefordert, in eigenen Worten und mit individuellem Stil Ihre Eignung für diese spezielle Stelle unter Beweis zu stellen.

 

Das Layout

Werden Sie gebeten, den ausführlichen Lebenslauf sogar handschriftlich zu verfassen und Ihren Bewerbungsunterlagen beizulegen? Dann geht es möglicherweise auch um eine grafologische Analyse. Ihre Schrift sollte gut lesbar sein. Ob handschriftlich oder mit dem PC verfasst: Ein angemessener Zeilenabstand und ausreichend breiter Rand sind ebenso selbstverständlich wie weißes, unliniertes Papier von guter Qualität. Wie auch beim tabellarischen Lebenslauf erwarten Personalexperten von Ihnen als Bewerber vor allem Übersichtlichkeit und klare Struktur. Denken Sie immer daran: Mit diesem Lebenslauf, wie mit Ihren gesamten Bewerbungsunterlagen, geben Sie Ihre persönliche Visitenkarte ab.

 

Der Aufbau

Sie beginnen den Überblick mit der Überschrift „Lebenslauf“. Wenn Sie auf ein Deckblatt verzichten, gehört Ihr Bewerbungsfoto in die rechte obere Ecke des Lebenslaufes. Links beginnen Sie mit den Angaben zu Ihrer Person. Auf eine Anrede verzichten Sie. Zu den persönlichen Angaben gehören:

 

  • Vorname und Nachname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Familienstand
  • Staatsangehörigkeit
  • Anschrift Telefonnummer E-Mail.

Das sieht dann wie folgt aus:
„Mein Name ist Peter Mustermann. Ich wurde am 10.02.1978 in Essen geboren, bin verheiratet, habe zwei Kinder im Alter von elf und neun Jahren und wohne in 10115 Berlin, Gartenstraße 103 … Meine Telefonnummer lautet …“

 

Inhalt

Auch in dieser besonderen Form des Lebenslaufes geht es darum, dem Ansprechpartner im Unternehmen Ihren bisherigen beruflichen Werdegang übersichtlich zu schildern. Dabei ist es weniger wichtig, jede Schule und jedes Praktikum zu erwähnen, sondern den roten Faden aufzuzeigen, der sich durch Ihre Biografie zieht. Deshalb erwähnen Sie folgende Stationen und den Status der Ausbildung – zeitlich in Blöcke unterteilt und klar gegliedert:

 

  • Den Schulabschluss und Abschlüsse von weiterführenden Schulen
  • Das Studium und den dazugehörigen Abschluss
  • Die Berufsausbildung
  • Die bisherige Berufserfahrung und die jeweiligen Tätigkeiten mit genauen Zeitangaben
  • Die Weiterbildungen und besonderen Qualifikationen, über die Sie verfügen – wie etwa Sprachkenntnisse oder Auslandserfahrungen. Sie beenden den Lebenslauf mit dem Datum und Ihrer Unterschrift

 

Richtig schreiben

In einem ausführlichen Lebenslauf bietet sich die Gelegenheit, mit wenigen Worten ergänzende Informationen zu geben: Sie können sich an diesen Mustern orientieren:

 

  • „Von..bis war ich als Führungskraft mit Personalverantwortung tätig.“
  • „Dank meines langjährigen ehrenamtlichen Engagements konnte ich mich für die Position als … qualifizieren und ab dem … die Stelle als … antreten.“

 

Gibt es nebenberufliche Qualifikationen, Erfahrungen oder andere Kompetenzen, die Sie für die Stelle qualifizieren, sollten Sie diese ebenfalls mit wenigen Worten einfließen lassen. Aber Achtung: Der ausführliche Lebenslauf ersetzt in Ihrer Bewerbung nicht das Anschreiben. Er soll Ihnen lediglich die Gelegenheit geben, das „Wie“ und das „Warum“ intensiver zu beleuchten. Zu weiteren Erklärungen bietet Ihnen das Vorstellungsgespräch den passenden Rahmen.

 

Wie lang darf der ausführliche Lebenslauf sein?

Es gibt zwar keine definierte Obergrenze, aber wenn es Ihnen nicht gelingt, einen Personalexperten auf maximal zwei DIN-A4-Seiten zu überzeugen, dann stehen Ihre Chancen schlecht, dass Ihre Bewerbung bis zum Ende gelesen wird. Aus der Fülle der Bewerbungen sollte sich Ihre durch Originalität, nicht durch Länge abheben. Die Devise heißt: so ausführlich wie nötig, so kurz wie möglich.

 

 

Richtlinien und Tipps auf einen Blick

  • Benutzen Sie hochwertiges Paper und als Schreibgerät einen Füllfederhalter, keinen Kugelschreiber. Der erste Eindruck ist der Wichtigste.
  • Bleiben Sie authentisch. Verstellen Sie weder Ihre Handschrift, noch überspielen Sie Lücken im Lebenslauf.
  • Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen die ausführliche Form des Lebenslaufs bietet, um kurze Erklärungen zu den beruflichen Tätigkeiten einzubauen.
  • Ausführlich heißt nicht abschweifend: Angaben zu privaten Interessen und Hobbys sind hier nur erwünscht, wenn sie einen Bezug zur Stelle haben, auf die Sie sich bewerben. Dann können Sie allerdings damit den „Roten Faden“ weiter spinnen.

 

Verfallen Sie nicht in einen anbiedernden Stil, bleiben Sie sachlich. Zum Schluss überprüfen Sie noch einmal Ihr Schreiben und versetzen sich in die Rolle des Lesers. Sind alle relevanten Daten enthalten? Haben Sie sich überzeugend präsentiert? Ist Ihr Dokument frei von Fehlern? Lassen Sie das Schreiben auch von einer weiteren Person gegenlesen – ein neutrales Urteil hilft dabei, den einen oder anderen Punkt zu optimieren.

 

Zum Muster

Ausführlicher Lebenslauf Vorlage

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